Im Dialog mit Dezernentin Eileen O’Sullivan: Wenn Begegnungen Brücken bauen
Im Rahmen unseres Projekts „Brücken der Begegnung“ kam es am 26.02.2026 in unseren Räumlichkeiten des Frankfurter Privatinstituts für Psychische Gesundheit – Teilhabe (FIP) zu einem besonderen Austausch: Frau M., eine Klientin unseres Hauses, traf auf Eileen O’Sullivan, Dezernentin für Bürger:innen, Digitales und Internationales der Stadt Frankfurt und Politikerin der Partei VOLT.
Das Gespräch begann mit vorsichtigen Erwartungen. Für Frau M. war es wichtig, ihre Perspektive offen schildern zu können und dabei ernst genommen zu werden. Schnell entwickelte sich jedoch eine ruhige und respektvolle Atmosphäre. Frau O’Sullivan begegnete Frau M. sehr geerdet und auf Augenhöhe. Statt politischer Schlagworte entstand ein persönlicher Austausch, der von gegenseitigem Interesse und Offenheit geprägt war.
Im Gespräch wurde deutlich, was Frau M. besonders bewegt. Ihr Anliegen ist es, dass Menschen unterschiedlicher Kulturen wieder stärker miteinander ins Gespräch kommen und ein besseres gegenseitiges Verständnis entsteht. Gleichzeitig äußerte sie den Wunsch, dass in der Gesellschaft wieder ein größeres Gefühl von Sicherheit und Zusammenhalt wachsen kann. Für sie spielt dabei der Dialog eine zentrale Rolle – denn Verständnis entsteht dort, wo Menschen einander zuhören und bereit sind, verschiedene Perspektiven anzunehmen. Dabei brachte M. ihre Gedanken sehr reflektiert, dialogbereit und respektvoll ein und trug maßgeblich zu einem sehr konstruktiven Gespräch bei.
O’Sullivan nahm diese Gedanken aufmerksam auf, stellte Fragen und gab Einblicke in politische Zusammenhänge und Entscheidungsprozesse. So entwickelte sich ein Austausch, in dem unterschiedliche Blickwinkel Raum fanden und ernsthaft miteinander ins Gespräch gebracht wurden.
M. brachte im Gespräch auch verschiedene Ideen ein, über die künftig weiter nachgedacht werden könnte – etwa Dialogformate wie einen „Dialogbus“, in dem Menschen mit und ohne Migrationserfahrung miteinander ins Gespräch kommen, oder kulturelle Austauschprojekte an Schulen (z. B. theaterpädagogische Projekte), damit junge Menschen früh lernen, Unterschiede als Bereicherung zu verstehen.
Das rund zweistündige Gespräch war intensiv und fordernd – für beide Seiten. Gleichzeitig war es geprägt von Offenheit, Respekt und ehrlichem Interesse am Austausch. Am Ende stand bei allen Beteiligten ein positives Gefühl darüber, dass ein solcher Dialog möglich ist. Besonders wichtig war M. dabei festzustellen, dass eine ihrer anfänglichen Befürchtungen in keiner Weise eingetreten ist: Sie konnte das Gespräch transparent führen und mit einem guten Gefühl verlassen. Auch die Dezernentin ging mit einem sehr guten Eindruck aus der Begegnung.
Diese Begegnung zeigt, wie wertvoll geschützte Räume für Dialog sein können. Wenn Menschen ihre Perspektiven und Erfahrungen teilen und wirklich gehört werden, entsteht Verständnis – und manchmal auch neue Ideen für gesellschaftlichen Zusammenhalt. Gleichzeitig bieten solche Gespräche die Möglichkeit, wichtige Themen offen anzusprechen und unterschiedliche Blickwinkel zusammenzubringen. Das Projekt „Brücken der Begegnung“ möchte genau dafür Raum schaffen: damit Menschen ihre Gedanken und Anliegen äußern können – und politische Entscheidungsträger zuhören, nachfragen und ein besseres Verständnis für die Perspektiven der Menschen gewinnen.
